Über den Jahrgang
Der Jahrgang 2026 begann mit einer frühen Lese, bei der zunächst die duftenden weißen Rebsorten geerntet wurden. Das Jahr erwies sich als äußerst niederschlagsarm. Eine Ausnahme bildeten vor allem die Gebiete um Siklós, wo es dreimal zu Niederschlägen zwischen 10 und 30 mm kam, während in Villány in denselben Zeiträumen nur wenige Millimeter Regen fielen. In den Gebieten um Siklós ging der Niederschlag leider mit Hagel einher, der sichtbare und messbare Schäden verursachte. In den Weinbergen, in denen die Traubenzone entlaubt wurde, kam es aufgrund der anhaltend hohen UV-Strahlung zu erheblichen Sonnenbrandschäden. Auf den im Herbst mit organischem Dünger gedüngten Flächen konnten wir hingegen ein außergewöhnliches Triebwachstum und eine hervorragende Fruchtbildung beobachten, weshalb bei mehreren Rebsorten sogar eine Ertragsbegrenzung erforderlich war. In den tiefer gelegenen Teilen der Weinberge trat auch Mehltau auf, der jedoch durch geeignete Pflanzenschutzmaßnahmen rechtzeitig eingedämmt werden konnte, sodass er keinen nennenswerten Schaden anrichtete. Infolge der anhaltenden Dürre blieb die Erntemenge hinter dem Durchschnitt früherer Jahrgänge zurück, hatte jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Qualität. Der Jahrgang 2026 brachte somit zwar mengenmäßig eine bescheidenere, qualitativ jedoch vielversprechende Ernte hervor.


Bock Olaszrizling 2025
Bock Olaszrizling 2017



